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Im Iran-Krieg gibt es keine Gewinner

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02.03.2026

Mit dem gemeinsamen Angriff auf Ziele in Teheran und anderen iranischen Städten haben die USA und Israel den Nahostkrieg eskaliert.  Wer jetzt jubelt oder strategische Gewinner sucht, verkennt die Bilanz der vergangenen Jahrzehnte.

Denn die Außenpolitik der USA kann hier nicht als Maßstab für Erfolg gelten, sondern vielmehr als Warnung. Die Geschichte zeigt: Militärinterventionen der USA im Nahen Osten und in Zentralasien haben bislang weniger stabile Staatlichkeit hervorgebracht als Chaos. Sie haben ein Machtvakuum, Gewalt und Destabilisierung erzeugt, die über Jahrzehnte andauern.

In Afghanistan führte der US‑Militäreinsatz nicht zu einem tragfähigen politischen System, sondern zu einem langen Krieg und letztlich zur Rückkehr der Taliban. Im Irak hinterließ der Sturz des Regimes ein zerfallendes Staatsgefüge, das Gewalt und Terror beförderte. In Libyen implodierte nach dem Sturz des Regimes die staatliche Ordnung, bewaffnete Gruppen beherrschen Teile des Landes bis heute.

Wer im Westen jetzt an eine Befreiung der iranischen Bevölkerung glaubt, sollte genauer auf das schauen, was gerade geschieht. In der südlichen iranischen Stadt Minab wurde eine Schule attackiert, über hundert Kinder starben. In Teheran trafen Raketen Krankenhäuser und Wohnhäuser.

Mit dem gemeinsamen Angriff auf Ziele in Teheran und anderen iranischen Städten haben die USA und Israel den Nahostkrieg eskaliert.  Wer jetzt jubelt oder strategische Gewinner sucht, verkennt die Bilanz der vergangenen Jahrzehnte.

Denn die Außenpolitik der USA kann hier nicht als Maßstab für Erfolg gelten, sondern vielmehr als Warnung. Die Geschichte zeigt: Militärinterventionen der USA im Nahen Osten und in Zentralasien haben bislang weniger stabile Staatlichkeit hervorgebracht als Chaos. Sie haben ein Machtvakuum, Gewalt und Destabilisierung erzeugt, die über Jahrzehnte andauern.

In Afghanistan führte der US‑Militäreinsatz nicht zu einem tragfähigen politischen System, sondern zu einem langen Krieg und letztlich zur Rückkehr der Taliban. Im Irak hinterließ der Sturz des Regimes ein zerfallendes Staatsgefüge, das Gewalt und Terror beförderte. In Libyen implodierte nach dem Sturz des Regimes die staatliche Ordnung, bewaffnete Gruppen beherrschen Teile des Landes bis heute.

Wer im Westen jetzt an eine Befreiung der iranischen Bevölkerung glaubt, sollte genauer auf das schauen, was gerade geschieht. In der südlichen iranischen Stadt Minab wurde eine Schule attackiert, über hundert Kinder starben. In Teheran trafen Raketen Krankenhäuser und Wohnhäuser.


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