Wahl des Fraktionsvorsitzenden wird Stimmungstest für Merz
Stimmungstest für Friedrich Merz / Wie zwei Kriege zu einem strategischen Problem werden
Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,
wenn es gut läuft für Friedrich Merz, sind die Personaldebatten im Kabinett mit dem heutigen Tag erst einmal erledigt. Wenn es schlecht läuft, wird die anstehende Abstimmung zur nächsten Belastungsprobe.
wenn es gut läuft für Friedrich Merz, sind die Personaldebatten im Kabinett mit dem heutigen Tag erst einmal erledigt. Wenn es schlecht läuft, wird die anstehende Abstimmung zur nächsten Belastungsprobe.
In einer Sondersitzung will die CDU/CSU-Bundestagsfraktion nach dem Rücktritt von Jens Spahn den bisherigen Kanzleramtschef Thorsten Frei zum neuen Fraktionsvorsitzenden wählen. Fällt das Ergebnis schwach aus, ist das eine unmittelbare Botschaft an den Kanzler.
In der Fraktion heißt es, Merz solle sich vor der Sitzung „gut vorbereiten“, einige seien „ganz schön sauer“. Seit dem Kabinettsumbau war deutliche Kritik in den eigenen Reihen am Vorgehen von Merz entbrannt. Der Kanzler gibt sich dennoch zuversichtlich. Er gehe fest davon aus, dass nach der Fraktionssitzung alle Entscheidungen „nicht nur getroffen sind, sondern auch akzeptiert“ werden, sagte er am Dienstag.
Rückendeckung kommt aus Bayern. Im Handelsblatt-Interview wirbt CSU-Chef Markus Söder für Ruhe in der Koalition:
Ganz abgeräumt sind die Personalfragen damit nicht. Vor allem Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche steht weiter unter Druck. Nicht nur mit dem Kanzler ist das Verhältnis gestört. Auch im eigenen Ministerium gehen die personellen Turbulenzen weiter. Gerade erst musste sie den Verlust des Chefs der Leitungsabteilung hinnehmen – nach nur 73 Tagen.
Ein sofortiger Abgang von Reiche ist aber unwahrscheinlich – auch, weil........
