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Tante-Emma-Laden 2.0: So lässt sich die Versorgung auf dem Land retten

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22.01.2026

Berlin. In vielen Dörfern hat der letzte Tante-Emma-Laden längst geschlossen – es lohnte sich nicht mehr, ihn weiter zu betreiben, es kamen zu wenig Kundinnen und Kunden. Gleichzeitig verlieren ländliche Regionen ohne eine solche Nahversorgung an Attraktivität. Für jeden Einkauf und die Packung Nudeln, die fürs Abendessen fehlt, ins Auto steigen? Das macht für viele den Alltag immens kompliziert.

Ein neues Konzept könnte Abhilfe schaffen: automatisierte Dorfläden, die rund um die Uhr geöffnet sind. Bundesweit entstehen immer mehr dieser Mini-Supermärkte. Sie funktionieren weitgehend ohne Personal: Der Zugang ist mit einer personalisierten Kundenkarte oder einem Ausweis möglich, Kunden und Kundinnen scannen ihre Produkte selbst und bezahlen bargeldlos.

Warum ist das spannend? Weil diese Läden eine Nahversorgung dort aufrechterhalten, wo sich klassische Supermärkte nicht mehr lohnen. Das schaffen die Betreiber, indem sie auf vier wesentliche Prinzipien setzen:

Ein zentraler Vorteil der neuen Generation von Dorfläden ist es, dass sie dank Selbstbedienungskassen an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr geöffnet sind. So können dort beispielsweise auch Schichtarbeiter und Nachtschwestern entspannt außerhalb der regulären Ladenöffnungszeiten einkaufen.

Dieses Konzept setzt „Tante Enso“ aus Bremen um. Seit 2019 eröffnet das Unternehmen Mini-Supermärkte in kleinen Orten – inzwischen sind es nach Unternehmensangaben 83 Filialen mit einem Sortiment von bis zu 4000 Artikeln.

Der Fokus auf Selbstbedienungskassen erhöht nicht nur die Flexibilität, sondern reduziert auch die Personalkosten. Ganz ohne Verkäuferinnen und Verkäufer kommen die Betreiber aber bewusst nicht aus – werktags ist, zu bestimmten Zeiten, Personal in den Filialen. Dann lässt sich auch ein Plausch an der Kasse halten – ganz wie in einem klassischen........

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