menu_open Columnists
We use cookies to provide some features and experiences in QOSHE

More information  .  Close

Cash bleibt Trumpf – noch jedenfalls

22 0
27.03.2026

Düsseldorf. „Geld ist geprägte Freiheit.“ Dies schrieb vor mehr als 160 Jahren der russische Schriftsteller Fjodor Michailowitsch Dostojewski in seinen „Aufzeichnungen aus einem Totenhaus“. Angesichts der heute verfügbaren Möglichkeiten der informationstechnologischen Ausforschung steckt darin mehr Wahrheit, als der Autor damals wohl ahnen konnte.

Mit dem Verschwinden des Bargelds würde auch ein Teil der persönlichen Freiheit schwinden. Nicht zuletzt deshalb haben jüngst die Schweizer per Volksentscheid die jederzeitige Verfügbarkeit von Bargeld in der Verfassung verankert.

Die meisten Deutschen können sich eine Volkswirtschaft ohne Bargeld kaum vorstellen. Doch in Teilen Skandinaviens ist dies faktisch Realität. In Dänemark und Schweden ist das bargeldlose Bezahlen heute selbstverständlich, teilweise sogar alternativlos. In Dänemark, das wie Schweden nicht dem Euro-Raum angehört, werden laut Nationalbank neun von zehn Zahlungen bargeldlos abgewickelt. Und das Auswärtige Amt warnt Reisende: „In Schweden werden auch Kleinstbeträge mit (…) Karte gezahlt. Viele, insbesondere kleinere Geschäfte nehmen gar kein Bargeld an.“

In Deutschland vollzieht sich diese Entwicklung nur langsam. Befragt nach ihrer beliebtesten Zahlungsmethode nannten in einer aktuellen Yougov-Umfrage noch 73 Prozent der 2026 befragten Erwachsenen Bargeld. Demnach ist der Anteil der Bargeldanhänger hierzulande im Vergleich zur Vorjahreserhebung sogar leicht gestiegen.

Düsseldorf. „Geld ist geprägte Freiheit.“ Dies schrieb vor mehr als 160 Jahren der russische Schriftsteller Fjodor Michailowitsch Dostojewski in seinen „Aufzeichnungen aus einem Totenhaus“. Angesichts der heute verfügbaren Möglichkeiten der informationstechnologischen Ausforschung steckt darin mehr Wahrheit, als der Autor damals wohl ahnen konnte.

Mit dem Verschwinden des Bargelds würde auch ein Teil der persönlichen Freiheit schwinden. Nicht zuletzt deshalb haben jüngst die Schweizer per Volksentscheid die jederzeitige Verfügbarkeit von Bargeld in der Verfassung verankert.

Die meisten Deutschen können sich eine Volkswirtschaft ohne Bargeld kaum vorstellen. Doch in Teilen Skandinaviens ist dies faktisch Realität. In Dänemark und Schweden ist das bargeldlose Bezahlen heute selbstverständlich, teilweise sogar alternativlos. In Dänemark, das wie Schweden nicht dem Euro-Raum angehört, werden laut Nationalbank neun von zehn Zahlungen bargeldlos abgewickelt. Und das Auswärtige Amt warnt Reisende: „In Schweden werden auch Kleinstbeträge mit (…) Karte gezahlt. Viele, insbesondere kleinere Geschäfte nehmen gar kein Bargeld an.“

In Deutschland vollzieht sich diese Entwicklung nur langsam. Befragt nach ihrer beliebtesten Zahlungsmethode nannten in einer aktuellen Yougov-Umfrage noch 73 Prozent der 2026 befragten Erwachsenen Bargeld. Demnach ist der Anteil der Bargeldanhänger hierzulande im Vergleich zur Vorjahreserhebung sogar leicht gestiegen.


© Handelsblatt