Trauer und Tod: Mit Friedhöfen leben
Stand: 15.01.2026, 10:40 Uhr
Von: Leo Fischer
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Ist es lebensbejahend, zwischen Gräbern zu joggen?
Wie gehen wir als Gesellschaft mit dem Tod um? Grüßen wir Freund Hein, wenn wir ihn auf der Straße sehen? Klopfen wir ihm kumpelhaft auf die knochige Schulter – und hoffen insgeheim, ihn nicht so schnell wiederzusehen? Oder verbannen wir ihn aus dem Stadtbild, erlassen Sensenverbote fürs Bahnhofsviertel – und hoffen wider jede Vernunft, dass er uns vergisst, dass wir die große Ausnahme sind?
Während des ersten Lockdowns hatte ich das Glück, in der Nähe eines Friedhofs zu wohnen – und mir selbst ein Bild davon machen zu können, wie sich die Menschen auf ihre je eigene Weise der Endlichkeit stellen. Für viele bestand die Lösung offenbar im Friedhofsjoggen. Während die Reihe........
