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Trump und Netanjahu streiten über das Ende des Krieges gegen Iran

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10.03.2026

Trump und Netanjahu streiten über das Ende des Krieges gegen Iran

Stand: 10.03.2026, 19:10 Uhr

Von: Andreas Schwarzkopf

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Die unterschiedlichen Ansagen offenbaren einen ersten Riss im Bündnis. Beide haben keinen Plan für ein Kriegsende. Ein Kommentar von Andreas Schwarzkopf.

Der Krieg gegen den Iran wird wohl nicht in ein paar Tagen enden wie US-Präsident Donald Trump angedeutet hat. Zum einen hat dessen Bündnispartner und israelischer Regierungschef Benjamin Netanjahu einem raschen Ende des militärischen Konflikts widersprochen. Zum anderen wird die angeschlagene Regierung in Teheran weiter mit allen Mitteln gegen den drohenden Untergang kämpfen. All das bedeutet nichts Gutes für die Menschen im Iran und in den Nachbarstaaten am Golf.

Die unterschiedlichen Ansagen von Trump und Netanjahu zu einem raschen Ende des militärischen Konflikts haben obendrein einen ersten Riss in dem Bündnis offenbart. Auch ausgelöst durch die israelischen Angriffe auf Ölanlagen im Iran, was Trump missfiel. Der Zwist verdeutlicht auch die verschiedenen Kriegsziele.

Trump definiert Ziele im Iran-Krieg neu

Trump hat diese innerhalb weniger Tage geändert und erst das iranische Atomprogramm zerstören, dann das iranische Volk befreien wollen. Netanjahu hingegen will das Mullah-Regime so sehr schwächen wie es irgend geht – so wie er es mit der Hamas und der Hisbollah bereits getan hat und weiter tut, damit sie Israel zumindest mittelfristig nicht mehr bedrohen können.

Beiden gemeinsam ist allerdings weiterhin, dass sie keinen Plan haben, wie sie aus dem militärischen Konflikt herauskommen wollen. Wobei das für Netanjahu das kleinere Problem ist. Große Teile der israelischen Bevölkerung sprechen sich für den Waffengang gegen den Erzfeind Iran aus. Trump hingegen muss mit Blick auf die Zwischenwahlen im November steigende Benzinpreise genauso fürchten wie den geringen Zuspruch in den USA für den Krieg.

Teherans Kalkül geht noch nicht auf

Außerdem geht das Kalkül Teherans noch nicht auf, mit den Angriffen in den Golfstaaten diese mit in den Krieg zu ziehen. Doch wie wird etwa Saudi-Arabien stillhalten nach den zerstörten Ölanlagen durch den Iran? All das lässt ein rasches Ende des Krieges fast unmöglich erscheinen, sondern nährt die Ängste vor einer Gewaltspirale im Nahen Osten mit ungewissen Folgen.

Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-Krieg

Sicher ist dagegen, dass der Krieg de facto in Teheran die Geistlichkeit geschwächt hat und das Land nun eher von einer Militärdiktatur beherrscht wird. Sie ist durch die Angriffe zwar geschwächt, aber noch immer in der Lage, den Druck auf die eigene Bevölkerung zu erhöhen. Und die Herrschenden wissen, dass die USA und Israel keine Bodentruppen schicken, um sie von der Macht zu entfernen.


© Frankfurter Rundschau