Venezuelas Wiederaufbau bekommt eine neue Bedeutung
Nach dem Erdbeben : Venezuelas Wiederaufbau bekommt eine neue Bedeutung
Im Januar war es der militärische Druck der USA, der Caracas zum Pragmatismus zwang. Nun ist es die Katastrophe.
Eine Naturkatastrophe offenbart viel über ein Land, über seinen Staat und seine Bevölkerung. Das ist auch in Venezuela zu beobachten. Dort hatte sich in den Stunden nach den schweren Erdbeben am Mittwoch ein Großaufgebot von Helfern und Beamten in den unterschiedlichsten Uniformen versammelt.
Jeder wollte etwas zu sagen haben. Doch wer am Ende des Tages noch auf den Trümmern stand, waren die Freiwilligen, die mit Schaufeln, Pickeln und oft mit bloßen Händen den Schutt abtrugen. Es waren Zivilisten mit Motorrädern und Autos, die als Erste in die besonders schwer betroffene Küstenregion gelangten, um ihren Landsleuten zu helfen. Die Venezolaner sind Meister darin, sich selbst zu helfen. Auf den Staat verlassen sie sich schon lange nicht mehr.
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Was das Beben sichtbar gemacht hat
Kein Land der Welt hätte das Doppelbeben vom vergangenen Mittwoch unbeschadet überstanden. Doch Venezuela wurde nicht unter normalen Umständen getroffen. Die Erde bebte in einem Land, dessen Grundversorgung schon seit Jahren brüchig ist, von der Strom- und Wasserversorgung bis zum Gesundheitswesen. Das Beben hat somit nicht nur Gebäude zerstört, sondern auch sichtbar gemacht, was längst beschädigt war.
Deutlich zeigt sich das in den Krankenhäusern.........
