Das Risiko reist mit
Tourismus und Krisen : Das Risiko reist mit
Eine Vorschrift, wann ein Urlauber aus Deutschland wohin darf, macht ihm in der Heimat niemand. Das ist gut so. Solche Freiheit bedeutet aber auch Verantwortung. Und die darf kein mündiger Bürger komplett daheim lassen.
Zehntausende sind aus Ferien heimgekehrt, die sie wohl nie vergessen werden. Die Urlauber sind Augenzeugen kriegerischer Auseinandersetzungen geworden und mussten um ihre Sicherheit fürchten in der schillernden Tourismusmetropole Dubai, die mit Wolkenkratzern, Edelhotels, Rieseneinkaufszentren und täglichen Flügen in alle Regionen der Welt eine Reisewelt der unbegrenzten Möglichkeiten verspricht.
Als Josef Neckermann einst Reisen für Massen erschwinglich machte, waren Mallorca und Teneriffa für den Normalbürger exotische Ziele. Inzwischen sind das sehr gewöhnliche Destinationen. Den Reisenden trennen heute für jeden Flug und fast jede Unterkunft nur ein Mausklick oder einmal Tippen in der Smartphone-App von der Buchung – gleichgültig, ob es ihn an den Polarkreis, in die Wüste, auf ein Atoll oder in ein Emirat zieht.
Reisen scheint einfacher denn je. Die technischen Möglichkeiten, die längst zum Alltag gehören, haben das Bewusstsein für die Risiken geschwächt, die aber nicht verschwunden sind, sondern gewachsen. Die Lektion der neuen Nahost-Krise lautet: Das Risiko reist immer mit.
Rechnungen für Rückholflüge sind richtig
Viele Betroffene werden es nicht gern hören, doch die Verantwortung für das Abwägen........
