Schluss mit der Jammerei!
Ukrainekrieg, Wirtschaftsflaute, Klimakrise: Man kann gerade leicht den Mut verlieren. Dabei ist Deutschland immer noch stark. Man darf nur nicht aufhören, an es zu glauben.
Die Lage ist aussichtslos, eigentlich kann man sich gleich die Kugel geben. Die Russen stehen vielleicht bald wieder vor Berlin, Europa ist wehrlos, die NATO eine lame duck, das Klima ist nicht mehr zu retten, die Künstliche Intelligenz wird uns alle noch umbringen, an Weihnachten war das Wetter wieder mies, 30 Tage Urlaub sind ganz schön wenig, der öffentlich-rechtliche Rundfunk war auch schon mal besser, und die Bahn? Immer noch nicht pünktlich!
So in etwa klingt gerade der Gemütszustand vieler Deutscher: ein dauerseufzendes Lamento über die unerträgliche Ausweglosigkeit des Seins. Eine Tendenz zum Jammern hatten die Deutschen schon immer, die German Angst ist berüchtigt. Doch zuletzt hat sich der Fatalismus noch einmal deutlich verschärft.
Wegen des Ukrainekriegs und der Weltlage, die viele verängstigt. Wegen des Reformstaus, der wie eine rostige Patina über den zerbröselnden Brücken liegt. Aber auch wegen der neuen Erfahrung für ein Land, das sich über Jahrzehnte ziemlich unangreifbar wähnte. Vom Wiederaufbau über das Wirtschaftswunder bis zum vermeintlichen „Ende der Geschichte“ nach dem Fall der Mauer hat es nach dem Zweiten Weltkrieg einen bemerkenswerten Aufstieg geschafft. Die Deutschen wurden im Bewusstsein sozialisiert: Uns kann so schnell niemand........

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