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Wie die Macher der „Anstalt“ im ZDF größenwahnsinnig wurden

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19.07.2026

Warnung vor Faschismus : Wie die Macher der „Anstalt“ im ZDF größenwahnsinnig wurden

Die ZDF-Geschäftsleitung hat den Musiker Daniel Pongratz aus der Sendung „Die Anstalt“ ausgeladen. Dagegen lehnen sich die Macher auf. Ihre Jubiläumsshow zeigt indes ganz genau, warum die Absage richtig ist.

„Die Anstalt“ probt den Aufstand. Die Macher der Satiresendung, die im ZDF am Dienstag in der 100. Ausgabe läuft und per Stream schon jetzt abrufbar ist, sind der Ansicht, dass Deutschland kurz vor einer faschistischen Machtübernahme steht. Der Tenor: Die AfD ist schlimmer als die NPD (und so etwas wie die NSDAP) und steht vor einem Wahlsieg, der Staat hat versagt, die demokratischen Parteien sind unfähig, die Polizei ist von Rechten unterwandert, und die übernehmen gerade das Land.

Es ist knapper als fünf vor zwölf, alle Mittel sind erlaubt, ja, ihr Einsatz ist zwingend notwendig, wir müssen in den Widerstand, und daher sollte auch der Song „Keine Angst“ des Musikers Daniel Pongratz alias Danger Dan in der Sendung laufen. Er wäre der Höhepunkt der Antifa-Show der „Anstalt“ gewesen und hätte die letzte Pointe geliefert: Wenn es gegen die Rechtextremisten nicht anders geht, dann eben mit Gewalt.

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Lang lebe die Antifa!

Dem aber hat die Geschäftsleitung des ZDF einen Riegel vorgeschoben und den Auftritt des Musikers kurzfristig abgesagt. Das wiederum liefert den Machern der „Anstalt“ noch mehr Munition für ihre Gegenwartsdeutung, die da lautet: Der Faschismus ist da, und nur wir können ihn noch aufhalten, lang lebe die Antifa.

Das „Anstalt“-Trio Maike Kühl, Max Uthoff und Claus von Wagner gliedert  die „AntifAnstalt“ betitelte Jubiläumsausgabe seiner Show in drei Akte. Zunächst geht es in einer fiktiven Pressekonferenz darum, dem Publikum vor Augen zu führen, dass ein Verbot der AfD zwingend sei. Sie pflücken das Wahlprogramm der AfD in Sachsen-Anhalt auseinander, von Wagner knallt das rund 1500 Seiten umfassende juristische Gutachten auf den Tisch,........

© Frankfurter Allgemeine