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Die Winterspiele sind in die Heimat zurückgekehrt

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06.02.2026

Die ersten dezentralen Winterspiele werden von politischen Spannungen geprägt. Doch Olympia „Made in Italy“ könnte zum nachhaltigen Gegenmodell zu Sotschi und Peking werden.

Die XXV. Olympischen Winterspiele, die an diesem Freitag im Mailänder San-Siro-Stadion offiziell eröffnet werden, rücke Italien „ins Zentrum der Welt“, sagt die Regierung in Rom. Nicht nur die Welt des Sports wird die kommenden zweieinhalb Wochen auf Italien blicken.

Auch die Politik mischt tüchtig mit. Aus Washington kommen Vizepräsident J.D. Vance und Außenminister Marco Rubio zur Eröffnungsshow. Für die Sicherheit von Vance und Rubio, vor allem aber der riesigen US-Delegation mit Hunderten Athleten, Trainern und Betreuern, kommt auch eine Handvoll Beamte der Einwanderungsbehörde ICE zum Einsatz.

Die werden nicht auf den Straßen Italiens nach illegalen Migranten suchen, sondern im Konsulat am Computer nach möglichen Gefahren für US-Bürger bei Olympia. Für Sicherheit und Ordnung würden einzig die 6000 italienischen Polizeikräfte sorgen, so musste Italiens Inenminister im Parlament das Selbstverständliche bekräftigen.

Denn in Mailand hatte der links-grüne Bürgermeister Stimmung gegen die rechte Regierung in Washington (und in Rom) gemacht, indem er die ICE als „Miliz, die tötet“ bezeichnete und deren Beamte zu unerwünschten Personen erklärte. In schicker Winterkleidung gingen sodann Tausende Mailänder auf........

© Frankfurter Allgemeine