Verkehrsplanung von vorgestern
Rückblickend betrachtet werden viele Mainzer aufatmen, dass sie nicht in einer „autogerechten Stadt“ leben müssen. Einige Altlasten stören aber noch immer.
Hinterher ist man bekanntlich immer schlauer. Doch darf es heute zweifellos als Glücksfall bezeichnet werden, dass in Mainz die von Planern wie Ernst May in den Sechzigerjahren verfolgten Ideen für eine „autogerechte Stadt“ nicht wie vorgesehen umgesetzt werden konnten. Die inzwischen meist stark geschädigten Relikte aus jener Zeit lassen das Ausmaß des automobilen Wahnsinns allerdings noch erahnen: So wie die nun zum Abriss freigegebene Mombacher Hochstraße, die ursprünglich einmal Bestandteil einer wuchtig durch allerlei Wohnviertel zu schlagenden „Stadtkerntangente“ hätte sein sollen. Die Beseitigung des 1327 Meter langen Bauwerks........
