Wickelt das Warenhaus ab!
Galeria-Insolvenz : Wickelt das Warenhaus ab!
Galeria ist insolvent. Klingt vertraut? Kein Wunder, das Geschäftsmodell hat sich schon lange überlebt.
Die intellektuelle Flexibilität der Galeria-Geschäftsführer und -Eigentümer ist bemerkenswert. In den drei Pleiten während der vergangenen sechs Jahre verzichteten Gläubiger auf Milliardensummen, Vermieter auf Einnahmen, die ihnen vertraglich zustanden, und die Steuerzahler auf eine gehörige Summe Geld, die im Warenhauskosmos verpuffte. Immerhin 680 Millionen Euro Steuergeld bekam Galeria – und zusätzlich schon drei Mal Insolvenzgeld von der Agentur für Arbeit, also von den Beitragszahlern. Und jedes Mal hieß es von den Unternehmenslenkern: Jetzt hat Galeria eine Zukunft.
Welch ein Hohn. Besonders für die noch mehr als 10.000 Beschäftigten, die – aus welchen Gründen auch immer – noch daran geglaubt haben, was ihnen versprochen wurde. Am Freitag hat das Unternehmen zum vierten Mal seit 2020 einen Antrag auf ein Insolvenzverfahren gestellt. In den ersten Insolvenzen konnte sich der Warenhauskonzern noch mit der kriminellen Energie seines damaligen Eigentümers herausreden: Benko,........
