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Auf Engel muss Verlass sein

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02.02.2026

ADAC-Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand tritt zurück. Welche Lehren sich daraus ziehen lassen – auch für die Politik.

Den Autofahrern das Autofahren vermiesen zu wollen, das kommt in Deutschland ungefähr so gut an wie das Ansinnen, den Bauern in Frankreich an die Subventionen gehen zu wollen – womöglich mit dem Unterschied, dass die Franzosen rascher mal Straßen blockieren, Gemüse auf die Gasse kippen oder eine Führungskraft festsetzen. In Deutschland werden gelbe Westen bislang nur getragen, wenn das Kraftfahrzeug mit einer Panne liegenbleibt. Die mit Starthilfe und Schraubenzieher ausgerüsteten Engel, auch gelbe, schickt dann zumeist der ADAC.

Den Autofahrern das Autofahren vermiesen zu wollen, dafür gibt es andere Hilfen, sogenannte zumeist, sie kämpfen mal mit lauteren, oft mit ideologischen Mitteln, die aufgeklärte Kundschaft weiß, woran sie ist. Vom größten Automobilclub erwartet sie derweil Fairness, Verlässlichkeit, vor allem Rückendeckung.

Denn dass es an des Autofahrers Kragen, um nicht zu sagen Konto geht, und zwar immer mehr, daran kann kein Zweifel bestehen. Nun kann auch ein ADAC nicht an den Fakten vorbei, dass nämlich der Umweltschutz eine steigende Bedeutung erfährt. Freilich sollte dieser bezahlbar bleiben, was zu einem gewissen Dilemma führt.

Der Preis gilt dem an Wirtschaft orientierten........

© Frankfurter Allgemeine