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Deutschland ist am Himmel blind

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09.08.2026

Drohnenabwehr : Deutschland ist am Himmel blind

In Leipzig erledigte ein Busfahrer den Job der Sicherheitsbehörden. Alle großen Verkehrsflughäfen brauchen jetzt leistungsfähige, nachrüstbare Detektionssysteme, klare Meldewege und ausreichend Personal.

Die Aufregung war groß, als vor zehn Monaten unbemannte Fluggeräte über dem Flughafen München kreisten. Zweitägiger Drohnenalarm, eingeschränkter Flugbetrieb, selbst die Bundeswehr leistete Amtshilfe. Genauso groß war danach der vermeintliche politische Tatendrang, endlich etwas zu ändern, sich nicht länger von wohlbekannten, aber nicht dingfest zu machenden „Mächten“ mit den lästigen Dingern am Himmel an der Nase herumführen zu lassen.

Der Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle zeigt, dass das nicht gelungen ist. Die wichtigen Vorhaben der Bundesregierung – bessere Ausrüstung und Bündelung der wirren Kompetenzen – wurden nur halbherzig umgesetzt. Die Konsequenz, die zu bitteren Folgen hätte führen können: eine Drohne, die mit hochexplosivem Sprengstoff in den Sicherheitsbereich eines großen Flughafens eindrang und über mehrere Stunden unentdeckt blieb.

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Was erkennbar nicht funktioniert

Wenn der Bundesinnenminister nun davon spricht, dass die Mechanismen der Abwehr „erkennbar funktioniert“ hätten, zugleich aber erklärt, das Fluggerät habe mit den vorhandenen Mitteln weder entdeckt noch vom Himmel geholt werden können, ist das bezeichnend für die deutsche Drohnenabwehrpolitik. In Leipzig erledigte ein Busfahrer, der die Drohne fand und zu Boden brachte, den Job der Sicherheitsbehörden.

Das zeigt auf........

© Frankfurter Allgemeine