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Deutschland braucht eine neue bürgerliche Partei

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21.09.2026

Nach den Wahlen : Deutschland braucht eine neue bürgerliche Partei

Der Niedergang von Union und FDP ist selbstverschuldet. Sie haben, wie die SPD, den Kontakt zur arbeitenden Bevölkerung verloren. Für einen Neubeginn bedarf es einer unverbrauchten Partei.

Das traditionelle bürgerliche Lager der Politik liegt in Trümmern. Auf Union und FDP entfielen bei Bundestagswahlen zwischen 1953 und 1990 jeweils mehr als 50 Prozent der Stimmen. Zwischen 1994 und 2017 betrug ihr Anteil immerhin noch zwischen 40 und 50 Prozent. Seitdem geht es steil bergab: Ausweislich aktueller Umfragen kommt das alte bürgerliche Lager im Durchschnitt der Institute noch auf rund 25 Prozent mit eher sinkender Tendenz. Von dem Debakel kann die moderate Linke nicht profitieren. Im Gegenteil, die SPD befindet sich, von Ausnahmen wie in Mecklenburg-Vorpommern abgesehen, ebenfalls in einem steilen Abwärtstrend.

Für die Parteien, die über Jahrzehnte die Bundesrepublik geprägt haben, stellt sich mittlerweile die Existenzfrage. Sie gleichen ehemals angesehenen Markenartikeln, die ihre Reputation längst eingebüßt haben. Stattdessen macht eine wachsende Zahl von Wählern, die sich als bürgerlich wahrnehmen, ihr Kreuz bei einer russlandfreundlichen Partei, die zwischen rechtspopulistisch und rechtsextrem oszilliert.

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