Das riskante Geschäft mit alten Bürotürmen
Bauen in New York : Das riskante Geschäft mit alten Bürotürmen
In New York wäre beinahe ein Bürogebäude eingestürzt, das in ein Wohnhaus verwandelt werden soll. Der Fall ist ein Beispiel dafür, wie kompliziert solche Projekte durch widerstreitende Interessen werden können.
In New York sind Arbeitskämpfe oft zu hören, bevor man sie sehen kann. Vor Baustellen stehen Gewerkschafter mit Tröten und Sirenen, daneben bläht sich Scabby auf, die aufblasbare Ratte, die bei Streiks in Chicago erfunden wurde. Mit roten Augen und gefletschten Zähnen soll sie Arbeitsschutzverstöße und Lohndumping anprangern. Wo Scabby auftaucht, geht es oft auch darum, wer die Stadt baut und wer dabei mitreden darf.
In der vergangenen Woche standen gleich zwei der blähbauchigen Ratten an der 42. Straße in Manhattan. Dort will ein Investor das ehemalige Pfizer-Hauptquartier in 1600 Wohnungen umwandeln. Es sollte das größte solche Projekt in der Stadtgeschichte werden. Doch dann knickten Stahlträger ein „wie Zigaretten“, wie ein Augenzeuge sagte, Straßen wurden gesperrt, Menschen mussten evakuiert werden. Inzwischen soll das Gebäude durch Notabstützungen nicht mehr einsturzgefährdet sein.
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