Verlust und Gewinn
S. Fischer Verlag : Verlust und Gewinn
Schwer vorstellbar, dass der Ortswechsel von S. Fischer dem Verlag hilft. Frankfurt bleibt allein zurück. Kann die Stadt etwas tun?
Dass der S. Fischer Verlag Frankfurt verlässt, ist für die Stadt so einschneidend wie der Weggang von Suhrkamp. Dabei stand Fischer für viele Leser schon immer im Schatten des Verlages von Siegfried Unseld. Aber er und seine Witwe Ulla Unseld-Berkéwicz machten auch mehr Aufhebens von sich als Fischer-Verlegerin Monika Schoeller und ihre Nachfolger. Sich selbst auf die Brust trommeln und Krawallschlagen sind eine eigene Form von Marketing. Von Frankfurt und der Suhrkamp-Kultur war oft die Rede, von einer Fischer-Kultur nie. Dabei gab es sie, von der Aufarbeitung der nationalsozialistischen Terrorherrschaft in der „Schwarzen Reihe“ bis zur Pflege von Verlagsklassikern wie Franz Kafka und Thomas Mann, der nach dem Krieg, als die Autoren wählen durften, nicht wie Brecht zu Suhrkamp ging, sondern bei Fischer blieb.
Oliver Vogel, derzeitiger verlegerischer Geschäftsführer........
