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Die Parallelwelt der IG Metall

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24.09.2026

Tarifrunde : Die Parallelwelt der IG Metall

In einer historischen Krise der Industrie verlangt die Gewerkschaft fünf Prozent mehr Lohn und tut so, als habe sie mit der ökonomischen Realität wenig zu tun. Dabei hat sie selbst zur Kostenmisere beigetragen.

Erhebliche Teile der deutschen Industrie befinden sich in einer Abwärtsspirale, die ohne Schritte hin zu einer Senkung von Produktionskosten nicht zu durchbrechen ist. Da sich an hohen Energiepreisen, Klimaschutzanforderungen und Zöllen absehbar wenig ändert, sind andere Schritte nötig, damit Unternehmen wieder wettbewerbsfähiger werden, damit sich Produktion im Inland wieder besser rechnet und der Niedergang des Industriestandorts gestoppt werden kann.

Die Regierung hätte es in der Hand, dem rasanten Anstieg der Lohnzusatzkosten Einhalt zu gebieten. Ob sie die Kraft dazu findet, steht aber schon wieder in den Sternen. Umso mehr läge es an den Tarifparteien – genauer: an der IG Metall –, zu einer Stabilisierung der Industrie und ihrer Arbeitsplätze im Inland beizutragen. Sonst liegt es an den Unternehmen, ihre Kosten unter anderem durch weiteren Personalabbau zu senken, vielleicht verbunden mit Produktionsverlagerung ins Ausland. Das ist das Koordinatensystem, in dem sich die Tarifparteien der Metall- und Elektroindustrie........

© Frankfurter Allgemeine