Täglicher Kampf um Sauberkeit im Radsport
Hat der Radsport die richtigen Lehren aus den Problemen der Vergangenheit gezogen? Skepsis ist angebracht. Zumal es auch Warnsignale aus dem Peloton gibt.
Die Sucht, sagt Leif Hoste, „ist ein Kampf gegen sich selbst“. Radsportler kennen das Ringen mit dem eigenen Körper, erleben es mitunter, wenn sie das Tempo hoch halten, obwohl die Muskeln längst das Signal senden, der Pedaleur möge doch bitte aufhören zu treten. Und einige kennen auch das, was Hoste darüber hinaus erlebt hat: den Sturz vom Sattel in die Sucht.
Der dreimalige Zweite der Flandern-Rundfahrt, der Ende der Neunziger in den Radsport kam und später wegen eines Dopingvergehens gesperrt wurde, trank nach dem Karriereende eigenen Angaben zufolge bis zu drei Flaschen Wodka am Tag, kam mit 4,5 Promille im Blut in die Notaufnahme.
Vom Doper zum Süchtigen: Hoste ist kein Einzelfall, was die Frage aufwirft, ob im Radsport, der sich geläutert gibt, die richtigen Lehren aus der Vergangenheit gezogen wurden. Vor Kurzem hat sich Travis Tygart, der einst........
