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Bosch als Menetekel für den Südwesten

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03.02.2026

Die Krise bei Bosch spitzt sich immer weiter zu. Wie unter einem Brennglas zeigt das vor allem eines: Es ist einfacher, nachhaltige Geschäftsmodelle politisch zu fordern, als diese unter realen Bedingungen zu entwickeln.

Der Umsatz stagniert, der Gewinn sinkt um fast die Hälfte – und die Renditeziele hat Bosch-Chef Stefan Hartung jetzt nach hinten verschoben. Der größte Autozulieferer der Welt steht vor einem weiteren schwierigen Jahr, wie die vorläufigen Zahlen für 2025 gerade gezeigt haben. Vor allem die Mobilitätssparte, die mit 62 Prozent den größten Teil zum Umsatz beiträgt, steht unter Druck: Schon seit Längerem will Hartung daher die Abhängigkeit seines Konzerns vom Geschäft mit Komponenten für Autos verringern.

Denn die in Vergangenheit höchst erfolgreiche Strategie geht nicht mehr auf. Der baden-württember­gische Traditionskonzern Bosch ist groß geworden, indem er mit großem Aufwand technische Innovationen entwickelt und industrialisiert hat. Um die hohen Entwicklungskosten einzuspielen, war und ist der Konzern auf entsprechende Stückzahlen angewiesen. So hat sich Bosch zum Beispiel in der Dieseltechnik bei bestimmten Teilen eine Monopolstellung erarbeitet. Doch diese Herangehensweise funktioniert in der neuen Welt der Automobilindustrie, in der sich der........

© Frankfurter Allgemeine