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Die vergessene Kunst des Abschaltens

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26.05.2026

Missliebige Unterhaltung : Die vergessene Kunst des Abschaltens

Unzufrieden mit der Abendunterhaltung? Magenschmerzen vom Durchstehen eines schlechten Fernsehangebotes oder eines Videospieles? Das muss nicht sein: Erinnerung an die vergessene Kunst des Abschaltens.

Auf Netflix läuft seit Jüngstem ein Film mit dem Titel „War Machine“. Krieg liegt ja leider bleischwer im Trend. Der Film garniert das amerikanisierte Mantra „niemals aufgeben“ vor einem Hintergrund voller gesprengter Körper mit (überwiegend) männlichem Zähnezusammenbeißen und Geschrei. „DFQ“ (Don’t fucking quit) ist auf den Unterarm eines stoisch mit dem Kopf durch alle Wände rennenden Afghanistan-Veteranen (Alan Ritchson) tätowiert, der als namenlose Nummer „81“ auf Teufel komm raus ein Army-Ranger werden will.

Nun kann man sich 106 Minuten lang ansehen, wie Ritchson vor einem außerirdischen Waffensystem mit Rumpelfaktor davonläuft – oder aber: Man lässt es. Ja! Man hatte es als Zuschauer fast vergessen: Abschalten ist möglich. Entgegen aller Durchhalteparolen: just quit!

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