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Der alte Mann und die Moral

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07.09.2026

Teamchef Flavio Briatore : Der alte Mann und die Moral

Flavio Briatore wettert in Monza gegen einen „gehässigen Staatsanwalt“. Doch als Beschützer der Entrechteten taugt Briatore schon lange nicht mehr – im Gegenteil.

Wer traut sich das noch? Zu sagen, was er denkt – in der Formel 1? Wenn es eines Beweises bedurfte, diese Plattitüde zu widerlegen, dann musste man nur Flavio Briatore zuhören. Einverstanden, er repräsentiert nicht gerade die Zukunft seines Sports mit 76 Jahren. Aber eines hat sich der Italiener seit seinem ersten Auftritt in der Königsklasse 1989 als Chef des Rennstalls Benetton bewahrt: Theatralik.

Am Freitag führte der Teamchef von Alpine in Monza sein jüngstes Schauspiel vor. Saß in der Pressekonferenz mit Kollegen und beklagte sich bitterlich über einen Richterspruch: „Unfair.“ Weil das Internationale Berufungsgericht (ICA) des Internationalen Automobil-Verbandes (FIA) seinem Piloten Pierre Gasly den dritten Rang beim Großen Preis von Monaco Anfang Juni genommen hatte. Der Franzose fiel auf Position sieben zurück. Er und Alpine verloren wertvolle Punkte, McLarens Oscar Piastri stieg wieder auf, bekommt den Pokal. Eine Majestätsbeleidigung?

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