Das Glück liegt im Augenblick
Seriensieger wie Pogačar : Das Glück liegt im Augenblick
Es mag einem langweilig vorkommen, wenn Ausnahmesportler wie Pogačar, Duplantis oder Carlsen ständig dominieren. Faszinierender als das nackte Ergebnis sind ihre Wege zum Erfolg.
Die armen Reporter. Kaum ist die Vuelta vier Tage unterwegs, müssen sie sich von der Spitze abwenden. Weil, holla, der Radmeister aus Slowenien, Tadej Pogačar, keine große Lust hat auf spannende Verzögerungen bei der Spanienrundfahrt der Radprofis. Saust am Fuß eines Berges nach gut fünfzig Kilometern los, als sei gerade die Aufwärmphase vorbei, und fährt etwa fünfzig Kilometer, bergauf, bergab auf Solotour ins Ziel. Was haben sich die Herren am Mikrofon bemüht, dem Rennen der weitaus Zweitbesten Spannung zu verleihen. Ist Pogačar ein Störfaktor?
Es gibt schon noch andere Phänomene dieser Art, Sportler mit einer unglaublichen Leistungsfähigkeit. Neulich erst bei den Europameisterschaften der Leichtathleten in Birmingham: Nicht gesehen? Ein Hingucker. Vor allem, weil Armand Duplantis erst mal zuschaut beim Stabhochsprung. Wie sich die Kollegen biegen, strecken und – viele – vergeblich recken. Dann hüpft er mal eben über das, was........
