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Hochgiftige Substanzen strategisch wichtig? Von der Leyens „Blankoscheck“ für Chemiekonzerne

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01.10.2026

Am 8. Oktober wird die Allianz für kritische Chemikalien, ein von der Europäischen Kommission gegründetes Gremium zur Behandlung der Herausforderung der Chemieindustrie, ihren Abschlussbericht beschließen. Doch schon heute verlässt das Europäische Umweltbüro die Allianz im Protest, wie es der „Presse“ vorab mitteilte.

Das Umweltbüro, der Dachverband der wichtigsten europäischen Umweltschutzorganisationen, wolle kein Verfahren legitimieren, „das systematisch die Sichtweisen des öffentlichen Interesses vernachlässigt hat“, teilte die Organisation mit. Sowohl die Methodologie, mit der Chemikalien als „kritisch“ und somit für die EU besonders wichtig definiert wurden, als auch die Schlussfolgerungen des Berichts der Allianz sind für das Umweltbüro untragbar.

„Keine Kontrollen im öffentlichen Interesse“

Es kritisiert die Kommission unter Präsidentin Ursula von der Leyen scharf. Deren für Industriepolitik zuständige Generaldirektion GROW, die Vizepräsident Stéphane Séjourné unterstellt ist, habe „de facto der Chemieindustrie einen Blankoscheck ausgestellt, um die Agenda, Methodologie und Empfehlungen der Allianz zu gestalten, ohne angemessene Kontrollen und Gegengewichte im öffentlichen Interesse zu schaffen.“ Ein Verfahren, welches die Zukunft der industriellen Prioritäten Europas festlegen soll, „kann nicht glaubwürdig sein, wenn jene, die am stärksten darauf bedacht sind, bestehende Produktion zu bewahren, eine........

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