Trump ist nicht schuld an Österreichs Schwäche
Mitten ins anlaufende Sommerloch platzte am Donnerstag eine neue Konjunkturprognose, die leider wenig erbaulich ist: Österreichs Wirtschaft wird bis zum Jahr 2030 nur um durchschnittlich ein Prozent pro Jahr wachsen. Der erhoffte Aufschwung nach über zwei Jahren Krise bleibt also aus. Im Durchschnitt der Jahre 2010 bis 2019, also der Dekade, die auf die Finanzkrise folgte, kam Österreich noch auf 1,6 Prozent Wachstum im Jahr.
Von Wachstumsraten von drei oder auch nur zwei Prozent müssen wir uns also erst einmal verabschieden. Mit allen unangenehmen Folgen: Weniger Staatseinnahmen stellen die Finanzierung des üppigen österreichischen Sozialstaats auf die Probe. Und die Schuldenquote bleibt länger hoch, wenn der Wirtschaftsmotor stottert – die Zinslast nimmt zu und belastet künftige Generationen.
Schnell ist eine Erklärung bei der Hand, der sich auch Spitzenpolitiker gern bedienen: Die schwierige........
