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Geld löscht die Armut auch nicht aus

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15.10.2026

Wenn es ein Problem gibt, ist die politische Lösung oft schnell bei der Hand: Schütten wir es mit Geld zu. Ein Problem ist die Armut. Nicht die extreme Armut, die haben wir in Österreich dank jahrzehntelangem Wirtschaftswachstum zum Glück ausgelöscht.

Aber auch in entwickelten Ländern wird es immer Menschen geben, bei denen es gerade mal zum Überleben reicht, die sehr genau kalkulieren müssen, damit es sich irgendwie ausgeht. Jetzt wird die Sozialhilfe neu verhandelt, und die SPÖ hat die Caritas gegen sich aufgebracht. Im aktuellen Entwurf zur Sozialhilfereform, kritisiert sie, finde sich die von der SPÖ im Wahlkampf versprochene Kindergrundsicherung nicht.

Auch die Volkshilfe macht Druck auf die Bundesregierung. Sie hätte nämlich gern die Kinderleistungen aus der Sozialhilfe herausgelöst und in einer neuen Kindergrundsicherung gebündelt. Die Organisation argumentiert mit gestiegenen Armutszahlen: So sei der Anteil der armuts- und ausgrenzungsgefährdeten Kinder von 2022 auf 2025 von 21,6 auf 24,4 Prozent gestiegen. Und der Anteil der erheblich materiell benachteiligten Kinder habe sich von 2,2 auf drei Prozent erhöht.

Die Armut sinkt – aber niemand redet darüber

Die Zahlen stimmen zwar, sie haben aber einen Makel. Gerade die Armutsgefährdung ist........

© Die Presse