Ist die Wirtschaftskammer von innen überhaupt reformierbar?
Martha Schulz bekommt unverhofft Schützenhilfe in ihrem Vorhaben, die Wirtschaftskammer zu reformieren. Es ist ausgerechnet der Rechnungshof, der in seinem jüngsten Prüfbericht auf knapp 200 Seiten klar und unmissverständlich feststellt, dass die Wirtschaftskammer mit ihren 693 Körperschaften de facto nicht reformierbar ist. Die Struktur ist ineffizient, undurchsichtig und vor allem sehr teuer. Dieser Befund ist nicht neu. Neu ist allerdings, dass die Bundeskammer mit dem niederschmetternden Rechnungshofbericht nicht hinter dem Berg hält. Sie geht damit aktiv in die Öffentlichkeit und will damit signalisieren, dass sie die Kritik der Kontrolleure nicht nur ernst nimmt, sondern teilweise bereits in einen Reformprozess gegossen hat.
Reicht das aus? Bei weitem nicht. Dass die Kammern, in diesem Fall die Wirtschaftskammer, von innen reformierbar sind, scheint so gut wie aussichtslos. Vielmehr muss man die Betätigungsfelder der 10.300 Wirtschaftskammerfunktionäre einschränken.........
