Die serbische Jugend hat Europa eine Sternstunde der Demokratie beschert
Die Geschichte wiederholt sich: Ein halbes Jahr nach dem Ende der Ära Orbán in Ungarn hat die serbische Bevölkerung ihren Langzeit-Herrscher Aleksandar Vučić in die Wüste geschickt. Da wie dort handelt es sich um Glanzstunden der Demokratie. In beiden Fällen nahm die Wahlbeteiligung Rekordausmaße an.
Ein demokratischer Tsunami
Sowohl in Ungarn als auch jetzt in Serbien brach sich der Unmut über jahrelange Korruption Bahn und türmte sich zu einem demokratischen Tsunami auf, der unüberwindlich scheinende Machtverhältnisse wegfegte.
Das sind Hoffnungssignale, die weit über die Region hinaus erstrahlen. Hartnäckigkeit, Mut und Prinzipientreue zahlen sich aus. Es lohnt sich, für Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und eine bessere Zukunft zu kämpfen. Das Volk kann einen Wandel herbeiführen, wenn es nur geeint und entschlossen genug handelt.
Triumph der Beharrlichkeit
Autokraten, Möchtegern-Diktatoren und semi-autoritäre Dampfplauderer, die vor allem an ihre eigenen Geldbörsen denken, können sich warm anziehen, auch in Moskau und Minsk übrigens. Auf Dauer lässt sich die Bevölkerung Misswirtschaft, Korruption und Willkür nicht gefallen.........
