„Einer der schlimmsten denkbaren Fälle“: Sporrer zum „Systemversagen“ des Strafvollzugs in der „ZiB 2“
Resozialisierung ist eine große Herausforderung. Die erneute Eingliederung enthafteter Straftäter in die Gesellschaft sowieso, aber auch das Wort „Resozialisierung“ selbst. Ganze vier Anläufe brauchte Justizministerin Anna Sporrer (SPÖ) bei ihrem Gespräch mit ZIB-2-Zeremonienmeister Armin Wolf, um es ohne Verhaspler über die Lippen zu bringen.
Das war freilich kein Vorsatzdelikt und hätte wohl jedem passieren können. Dennoch ist der rhetorische Lapsus nicht frei von Ironie: Ging es im Interview mit Sporrer doch auch um die Frage, ob kürzere Haftstrafen ein gangbares Mittel sind, um das akute Überbelegungsproblem und andere Missstände in den Gefängnissen Österreichs in den Griff zu bekommen.
Sporrers ZiB-Auftritt erfolgte als Reaktion auf die Debatten, die im Nachgang des – mutmaßlich mit Gewalteinwirkung verbundenen – Todes eines Häftlings mit psychischer Störung in der Justizanstalt Hirtenberg aufgebrandet sind. Im Raum standen........
