Vom Ochsen zum Dorsch
Als Donnerstags-Kolumnist (ich liebe dieses Wort, weil es für deutsche Überlängen und 12-Ton-Musik taugen könnte) treibe ich mich zu Beginn der Woche sporadisch im Netz herum und schau, was die KollegInnen so machen. So hat zum Abschluss unserer Osterwoche Jörg Phil Friedrich seine Kolumne Ostermontag – Hinaus in die Stadt veröffentlicht. Dazu schrieb Vera Helene Zieglmeier, dass sie trotz ihrer Geburt am Pfingstsonntag kein Pfingstochse wurde und bemerkte zugleich, dass man im Süden Deutschlands und in Österreich gerne einen Ochsen „pfingstlich“ schmückte und dass dies altes Kulturgut sei.
Nun gehört es zu meiner Vita, vornehmlich in meiner Jugend, dass mein Vater immer wieder Bemerkenswertes aus seinen Geschäftsterminen am Familientische einstreute. Erwähnt wurden u.a. Einladungen zu Festen, bei denen Rustikalität einen besonderen Raum hatte.
Der Pfingstochse ersetzt das Spanferkel!
So geschah es einmal, dass bei so einem Termin der Pfingstochse das Spanferkel ersetzte. Er war wohl nicht traditionell geschmückt, sondern saftig gegrillt und von nicht veganen Geschäftspartnern umgeben. Somit war das Tier seinem Schicksal ausgeliefert, in den Erzählungen meines Vaters nicht selten und wiederholt erwähnt zu werden.
Besonders die Zartheit des Fleisches beschrieb er sehr oft. Es waren wohl die Gier und die Hemdsärmeligkeit der anwesenden Menschen um das Tier herum, die auf Vater einen besonderen Eindruck hinterließen. Die daraus resultierende........
