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Neuers Schatten wird zur WM-Hypothek für die DFB-Elf

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WM 2026 – Manuel Neuer: Sein Schatten ist eine Hypothek für die DFB-Elf

Neuers Schatten wird zur WM-Hypothek für die DFB-Elf

Mit seinem Weltklasse-Auftritt in Madrid sichert der Weltmeister von 2014 dem FC Bayern den Sieg gegen Real. Neuer beweist, dass er auch mit 40 seinen Torhüter-Nachfolgern viel voraus hat – für Deutschlands neue Nummer eins Oliver Baumann ist das ein Problem.

Selbst, als der Ball dann doch knapp hinter der Linie landete, hatte Manuel Neuer das fast verhindert. Im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League, im legendären Estadio Bernabéu von Real Madrid, gelang dem FC Bayern München dank seines herausragenden Torhüters ein 2:1-Sieg. Das Münchner Tor weit auf zum Halbfinale, das Tor hinter Neuer dank ihm beinahe zugenagelt.

Nur knapp geschlagen war er beim Anschlusstreffer der Madrilenen, der Schuss von Superstar Kylian Mbappé ging an die Latte und dann rein. Ansonsten gab es für ihn und seine Real-Kollegen am Schlussmann des deutschen Fußball-Rekordmeisters, dem Weltmeister von 2014, kein Vorbeikommen.

Verletzt war Neuer in den vergangenen Monaten oft ausgefallen, sein Karriereende schien näher zu rücken; der Vertrag des Keepers, der vor anderthalb Wochen seinen 40. Geburtstag gefeiert hatte, läuft im Sommer aus. Jonas Urbig, sein Vertreter und künftig sein Nachfolger, stand zuletzt häufiger zwischen den Pfosten. Doch pünktlich zum Königsklassen-Klassiker gegen Real meldete sich Neuer fit wie eh und zurück.

Die Ausstrahlung von Manuel Neuer geht allen Nachfolgern ab

Der Torwart-Routinier hat seine noch immer vorhandene Klasse eindrucksvoll bewiesen. Und, was sogar mehr noch gegen solch starke Gegner wichtig ist: Seine Ausstrahlung in Eins-gegen-Eins-Duellen schüchtert die Stürmer nach wie vor ein.

Was allen deutschen Torhütern, auch der aktuellen DFB-Nummer-eins Oliver Baumann, schlicht abgeht. „Ich habe einfach nicht die Skills, die er hat“, sagte Baumann gerade im SZ-Interview.

Die Debatte um eine DFB-Rückkehr des nach der Heim-EM zurückgetretenen Ex-Nationalkeepers für die WM im Sommer bleibt sinnlos. Weil er das selbst, wie gerade wieder, kategorisch ausschließt. Und Bundestrainer Julian Nagelsmann, zu dem er nach der komplizierten gemeinsamen Vergangenheit eher kein vertrauensvolles Verhältnis pflegt, hat sich auch festgelegt.

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Für Baumann ist die öffentliche Dauer-Debatte trotzdem ein Problem. Jede schwächere Leistung des Hoffenheimers, wie beim 3:4 gegen die Schweiz, wird bei der kommenden WM unter dem Brennglas stehen. Im Schatten Neuers Glanztaten, wie er sie etwa beim Titelgewinn 2014 gezeigt hatte. Dass es unmöglich ist, dieses Level zu erreichen, machte der Maestro am Mittwochabend mit neun Paraden in einem K.o.-Spiel im Bernabéu, einer Rekordleistung, für alle Welt deutlich.


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