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Ist es wirklich nötig, Freund:innen im Beruf zu haben?

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12.03.2026

A group of diverse business professionals engaging in a collaborative meeting, showcasing teamwork, communication, and workplace interaction in a corporate setting with a modern office environment.

Es heißt so schön: Allen recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann. Trotzdem versucht man es. Die Vermittlerrolle hielt ich immer für die meine – und mich für pragmatisch, logisch, diplomatisch, ausgestattet mit einem guten Auge für Notwendigkeiten und genug Engagement, mich dort einzusetzen, wo es der Produktivität und der Zusammenarbeit dient. Dennoch hab ich mittlerweile ein Gefühl, als würde ich zwischen den Fronten aufgerieben werden, als wäre ich Puffer und Punchingball zugleich. Es wäre einfach, sich auf eine Seite zu stellen und die andere auszublenden. "Freunde" macht man sich dadurch zwar weniger, aber ist es wirklich nötig, "Freund:innen" im Beruf zu haben? Schließlich sind es auch nicht "Freund:innen", die sich von dir erwarten, ihre Interessen gegen jegliche Vernunft und jeden Widerstand durchzusetzen. Welche Erfahrungen habt ihr mit Sandwichpositionen im Beruf? Wie geht ihr mit dem emotionalen Ballast um, den das mit sich bringt?


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