Ungarn braucht weit mehr als einen Machtwechsel
Am Ende eilte sogar US-Vizepräsident J. D. Vance noch herbei: Viktor Orbán muss dennoch um seine Wiederwahl bangen.
Wie auch immer die Wahl in Ungarn am 12. April ausgehen wird, die EU wird hinterher ohne einen tragfähigen Plan für die Zukunft des Landes dastehen. Seit Jahren baut Brüssel die gesamte Strategie krampfhaft auf eine einzige Spekulation: dass Ministerpräsident Viktor Orbán irgendwann aus dem Amt gewählt wird. Im Fall seiner Niederlage folgt die Hoffnung, dass das Land wieder auf den richtigen Weg zurückkehrt. Bleibt er im Amt, erwartet Europa die Fortsetzung des seit 15 Jahren andauernden Kreislaufs aus Drohungen und Rechtsstreitigkeiten, die den Kurs dieses Regimes nicht ändern konnten.
