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Holocaust-Gedenktag mahnt zur Selbstprüfung : Sich erinnern heißt Handeln

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26.01.2026

Sechs Millionen Leben, durch nationalsozialistischen Terror entrechtet, verfolgt, vernichtet. Menschen mit Lebensgeschichten. Menschen, nicht Zahlen. Erinnern wir uns daran, erinnern wir an sie. Das ist Mahnung und Auftrag. „Nie wieder“ ist nicht nur ein Satz zum Gedenken – er ist Grundsatz unseres Denkens. Und Handelns.

Stephan-Andreas Casdorff ist Editor-at-Large des Tagesspiegels. Er ist auch ehrenamtlich engagiert in der Erinnerung an den Holocaust.

Gerade der Holocaust-Gedenktag an diesem Dienstag sollte uns herausfordern, den Kampf gegen Antisemitismus entschlossener, umfassender und nachhaltiger zu führen als je zuvor. Seit 1995 waren die antisemitischen Straftaten in Berlin nicht so hoch.

Der Holocaust war kein historischer Unfall, sondern das Ergebnis von Hass, Gleichgültigkeit, staatlicher Gewalt und gesellschaftlichem Wegsehen. Daraus erwächst eine Verantwortung, die nicht im rituellen Gedenken enden darf. Sie muss sich im konkreten Handeln der Gegenwart bewähren.

Zentral ist Bildung. Wissen über die Schoah, ihre Ursachen, Täter, Opfer und Mitläufer........

© Der Tagesspiegel