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Schröder als Putins Signal an die Europäer: Ein Vermittler muss nicht makellos sein

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Wladimir Putin weiß sehr genau, was er tut, wenn er ausgerechnet am Höhepunkt der Gedenkfeiern zum Sieg über Nazi-Deutschland Gerhard Schröder als möglichen Vermittler im Ukraine-Krieg ins Spiel bringt.

Das ist mehr als eine Personalie. Es ist ein kalkuliertes politisches Signal – in erster Linie an Europa, erst in zweiter Linie an Washington. An Kyjiw außerdem.

Man muss diesen Vorschlag weder naiv begrüßen noch reflexhaft verdammen. Er verdient eine faire Beurteilung. Denn bemerkenswert ist zunächst nicht die Person Schröder, sondern der Zeitpunkt und die Richtung des Vorstoßes.

Stephan-Andreas Casdorff ist Editor-at-Large des Tagesspiegels. Er hofft auf ein Kriegsende in der Ukraine – und setzt auf die Europäer. In der Not mit Gerhard Schröder.

Putin deutet an, dass mögliche Verhandlungen über ein Ende dieses Krieges stärker in europäische Hände gelegt werden könnten – und eben........

© Der Tagesspiegel