FDP auf der Suche nach der richtigen Führung: Vor Selbstverzwergung wird gewarnt
Es ist eine jener scheinbar klaren, tatsächlich aber trügerischen Setzungen: Wenn alles unübersichtlich wird, ruft einer „Klarheit!“ – und meint Verengung.
Christian Dürr, der scheidende Vorsitzende, tut genau das, wenn er die FDP auf einen klar marktwirtschaftlichen Kurs „ohne Wenn und Aber“ festlegen will. Das klingt entschlossen. Nur liegt darin das Risiko der Selbstverzwergung einer Partei, deren Kern stets ihre Breite war.
Stephan-Andreas Casdorff ist Editor-at-Large des Tagesspiegels. Für ihn ist Vielfalt Voraussetzung dafür, dass die FDP sich als liberale Partei bezeichnen kann.
Der Liberalismus war nie nur ein ökonomisches Projekt. Freiheit ist mehr als die Abwesenheit staatlicher........
