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Antisemitismus in der Linkspartei: Einfach mal bei der Wahrheit bleiben!

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05.10.2026

In den vergangenen zwei Wochen ist eine Menge Unsinn geredet worden über das sehr reale Problem des Antisemitismus in der Linkspartei. Ärgerlich war etwa die Behauptung der SPD-Chefin Bärbel Bas, die Linkspartei sei möglicherweise „in großen Teilen antisemitisch unterwegs“. Eine solche Pauschalisierung wird dem Problem nicht gerecht. Bas tut damit den Betroffenen von Antisemitismus keinen Gefallen.

Skandalös ist allerdings auch die Krisenkommunikation der Linkspartei. Es wird abgestritten, kleingeredet, abgelenkt. Aufklärung und Transparenz werden versprochen, bleiben dann aber aus. Besonders negativ fällt dabei Jan van Aken auf. Der ehemalige Parteichef setzt sich ins Fernsehen und offenbart erneut sein spezielles Verhältnis zur Wahrheit.

Bei „Maischberger“ behauptete er etwa, Berlins ehemaliger Kultursenator Klaus Lederer sei überhaupt nicht wegen des miserablen Umgangs mit Antisemitismus aus der Partei ausgetreten: „Er hatte ganz andere Gründe …“ Etwas anderes zu behaupten, sei „eine Lüge“.

Dabei weiß gerade Jan van Aken sehr genau, dass es die Duldung von Antisemitismus in den eigenen Reihen war, die Klaus Lederer zum Austritt bewegte. Er hat es van Aken damals selbst geschildert, in einem persönlichen, ausführlichen Gespräch vor Zeugen. Auch in seiner Austrittserklärung nannte Lederer ausdrücklich........

© Der Tagesspiegel