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Im Krisenfall ist Deutschland aufgeschmissen: Unsere Katastrophendemenz können wir uns nicht länger leisten

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19.05.2026

Zehn Milliarden Euro. Mit dieser Summe will Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) bis 2029 den maroden deutschen Zivilschutz modernisieren – der Kabinettsbeschluss ist für Mittwoch geplant.

Und es darf keinen Tag länger dauern. Deutschland hat den Schutz seiner Bevölkerung lange sträflich vernachlässigt, Experten sehen einen manifesten Investitionsstau und kaum Fähigkeiten.

Die Bundesrepublik, man muss es klar sagen, könnte derzeit im Krisenfall ihre Bürger nicht schützen.

Dennis Pohl ist Korrespondent im Hauptstadtbüro. Er sagt: Deutschland darf seine Anstrengungen beim Katastrophenschutz nicht mehr weiter auf die lange Bank schieben.

Dabei schlagen Fachleute seit Jahren Alarm. Die zuständigen Institutionen, die vorrangig ehrenamtlich organisiert sind, klagen verzweifelt über fehlende Finanzierung, zu wenig Personal und marodes Gerät. Auch das Deutsche Rote Kreuz forderte vor einem guten Jahr 20 Milliarden Euro allein für sich selbst – und warnte vor „gravierenden Mängeln im Bevölkerungsschutz“.

Und die Budgets des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) sowie des Technischen Hilfswerks (THW) umfassten zuletzt 1,3 und drei Prozent des Etats des Bundesinnenministeriums. Angesichts der Wichtigkeit ihrer Aufgaben ist das unwürdig. Selbst das Statistische Bundesamt verfügt über mehr Mittel.

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