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Kubicki soll FDP-Chef werden: Diese Chance haben die Liberalen verdient

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30.05.2026

Drei, zwei, einer. Drei Liberale hatten in den vergangenen Monaten angekündigt, sich um den Vorsitz der FDP zu bewerben: Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Henning Höne und Wolfgang Kubicki.

Wenn aber am Samstag der FDP-Bundesparteitag im Berliner Estrel-Hotel wählt, gibt es nur einen Kandidaten: Kubicki, das Urgestein aus dem hohen Norden.

An seiner Wahl gibt es keine Zweifel. Alle Blicke richten sich allein auf das Maß der Zustimmung.

Daniel Friedrich Sturm leitet das Tagesspiegel-Hauptstadtbüro. Er sagt: Vielleicht kann ein Kubicki-Momentum der FDP tatsächlich helfen, sich aus der Todeszone zu befreien.

Die FDP befindet sich in einer düsteren Lage nach dem Scheitern an der Fünfprozenthürde im Bund 2025 und bei diversen Landtagswahlen zuvor und danach. Bei den Wahlen im September (Sachsen-Anhalt, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern) drohen weitere Schlappen. In Sachsen-Anhalt kann die FDP ihre letzte Regierungsbeteiligung verlieren.

Natürlich ist die Frage erlaubt, ob ausgerechnet ein 74-Jähriger die Zukunft der FDP sein kann. Kubicki aber ist es schon jetzt gelungen, nicht zuletzt mit verbalen Zuspitzungen und Provokationen, die FDP wieder ins Gespräch zu bringen.

Natürlich ist die Frage erlaubt, ob ausgerechnet ein 74-Jähriger die Zukunft der FDP sein kann. Kubicki aber ist es schon jetzt gelungen, nicht zuletzt mit verbalen Zuspitzungen........

© Der Tagesspiegel