Unwahrheiten per Rechtsweg aufgedeckt: Der Fall Wegner zeigt, wie wichtig Kontrollmechanismen der Medien sind
Der Verzicht von Kai Wegner auf die CDU-Spitzenkandidatur in Berlin wurde unausweichlich, als bekannt wurde, dass er über sein Krisenmanagement am Morgen des Berliner Stromausfalls mehrfach die Unwahrheit gesagt hatte. Dass die Öffentlichkeit davon erfuhr, lag nur daran, dass Medien ihrer Aufgabe nachkamen.
Hier ging es nie um ein Tennismatch. Sondern darum, ob ein Amtsträger die Öffentlichkeit korrekt informiert oder die Unwahrheit sagt, sie gleichsam täuscht.
Das ist in einer Demokratie kein minderschweres Vergehen. Es stellt vielmehr die Glaubwürdigkeit von Politik infrage. Und die ist die Voraussetzung für Vertrauen, ohne das Demokratie nicht funktionieren kann.
Christian Tretbar ist Chefredakteur des Tagesspiegels. Er sagt: Der Fall Wegner zeigt, dass demokratische Kontrollmechanismen funktionieren – und dass sie notwendig und schützenswert sind.
Wir wissen immer noch nicht genau, was Kai Wegner an diesem für viele Menschen im Südwesten der Hauptstadt so dunklen Januarmorgen gemacht hat. Wir wissen aber, was er nicht getan hat: nämlich........
