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Was Donald Trump mit König Attila und Papst Leo verbindet

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Der US-Präsident versucht, Wladimir Putin ohne Druckmittel für Frieden zu gewinnen. Für dieses Experiment gibt es eine interessante Parallele im Alten Rom.

Es sah zappenduster aus für das Römische Reich im Jahr 452. Die einstige Weltmacht lag militärisch am Boden, Attila und seine Hunnen waren in Italien eingefallen und schickten sich an, gegen das Zentrum des Imperiums vorzurücken. Da, in der Stunde höchster Not, setzte Rom seine «Geheimwaffe» ein: Papst Leo I., Oberhaupt der noch jungen Christenheit.

Mit einem kleinen Gefolge nur zog Leo den Hunnen entgegen. Am Fluss Mincio traf er sich mit Attila zum Gespräch. Was er dem Hunnenführer sagte, ist nicht bekannt. Doch nach dem Treffen leitete Attila den Rückzug seiner Truppen ein. Wie uns die Chronisten berichten, war der Kriegsfürst aus dem Osten von der machtvollen Persönlichkeit des Papstes so sehr beeindruckt, dass er seine Eroberungspläne aufgab. Rom war noch einmal davongekommen (wenn auch nur für kurze Zeit).

Es handelt sich um einen der wenigen überlieferten Fälle in der Weltgeschichte, in denen eine akute militärische Krise augenscheinlich ohne jegliche Druckmittel entschärft wurde. Entscheidend sollen einzig und allein das Charisma und die Überzeugungskraft von Leo «dem Grossen» (wie........

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