Spanien | Spanien gegen EU-Trend: Eine halbe Million Migranten erhalten legalen Aufenthaltsstatus
Nicht alle sind entzückt von der Absicht der Regierung, entgegen dem EU-Trend etwa 500.000 Migranten und Asylsuchende ohne gültige Papiere zu legalisieren. Premier Pedro Sánchez will damit „Wirtschaftswachstum und sozialen Zusammenhalt“ fördern. So steht es in seinem Migrationsdekret. Für Alberto Núñez Feijóo, Chef der konservativen Volkspartei (PP), wird damit „Illegalität“ belohnt und ein Anreiz geschaffen, dass noch mehr Menschen einwandern wollen. Santiago Abascal spricht für die rechtsextreme Partei Vox von einem „perfiden Versuch, eine Invasion zu ermöglichen“ und Spanier durch Ausländer zu ersetzen.
Ein junger Mann aus Bangladesch, der in Madrid im beengten Büro einer Nichtregierungsorganisation sitzt, empfindet die Ankündigung als Wunder. Ihm eröffne sich die Aussicht auf eine Zukunft, in der er nicht mehr bei jedem Wetter auf der Straße sein und billige Regenschirme verkaufen müsse, um im Monat zwischen 200 und 400 Euro zu verdienen. „Ich habe keine Papiere und kann daher keine richtige Arbeit finden.“
Seit 14 Monaten sei er in Spanien und versuche, seiner Familie in Dhaka etwas von dem Geld zu schicken, das er mühsam verdiene. „Ich kann mir keine Wohnung leisten und nicht zum Arzt gehen. Ich bin auf der Straße – im Regen, in der Kälte, in der Sonne. Wenn sich das ändert, wäre es ein Geschenk des Himmels.“
Mohammed........
