Was man über die linke Ikone Antonio Gramsci wissen muss: Die Zeit der Monster?
Ich habe neulich den Podcast Über Rechts gehört. In der Folge ging es um den Rechtsintellektuellen Benedikt Kaiser und sein neues Buch Der Hegemonie entgegen. Eineinhalb Stunden lang befassten sich Sebastian Friedrich und Nils Schniederjahn mit dem Werk des heutigen AfD-Mitarbeiters Kaiser.
Man fühlte sich an alte „Kapitalkurse“ erinnert, in denen Marxisten über die richtige und vor allem die falsche Auslegung von Marx diskutieren, bis die Luft vor Zigarettenqualm stand. Allerdings viel angenehmer, weil nicht dozierend, sondern im niveauvollen, scharfsinnigen Dialog.
Bei „Hegemonie“ läuten die Glocken: Gramsci! Für einen Rechten wie Benedikt Kaiser muss es von besonders frivolem Reiz sein, sich ausgerechnet auf Antonio Gramsci zu beziehen, den man mit Fug und Recht einen Säulenheiligen der Linken nennen kann (gut, Kaiser ist nicht der „rechte Vordenker“, Alain de Benoist hat das auch schon getan).
Gramsci ist der Mitgründer der Kommunistischen Partei Italiens. Die Faschisten warfen ihn 1926 ins Gefängnis. Dort schrieb er fast 3000 Seiten voll, die postum als 32 Gefängnishefte veröffentlicht wurden, sein Hauptwerk. Ich habe es, ich gestehe, nicht gelesen. „Gramsci endlich im Original lesen!“ steht mehr als nur einmal in meinen eigenen Notizheften.
Der Druck wächst. Wie viele Texte........
