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Positiver Stress kann hilfreich sein: „Ich schaffe das!“

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25.01.2026

Mein Augenlid zuckt, so als würde es mir etwas sagen wollen. Vielleicht sowas wie: „Hey du, mach mal langsam!“ oder „Zeit für eine Pause!“. Zeit für eine Pause, die gab es in der Tat schon länger nicht mehr, die Deadlines ziehen an meiner begrenzten Aufmerksamkeitsspanne wie an einem Tau.

Der Alltag in dieser Welt – voller Termine und Erledigungen und Papierkram und Mails und Geldsorgen und Arztbesuche und Einkaufen und Bewegung und irgendwie nebenbei noch Spaß haben und Freundschaften pflegen und vielleicht einem Hobby nachgehen oder doch einfach mal entspannen. Und habe ich eigentlich schon Geldsorgen erwähnt? Wie ein Vollzeitjob fühlt sich das Erwachsenendasein manchmal an und das Überwasserbleiben im Kapitalismus bedeutet oft vor allem eines, nämlich Stress.

Dieser Stress, der uns von innen auffrisst, nächtelang wie hypnotisiert an die Zimmerdecke starren lässt und den Magen dabei von links auf rechts dreht, den kennen wir alle. Einige stehen dauerhaft in Alarmbereitschaft, weil es für sie ums Überleben geht. Andere wiederum befinden sich im Nine-to-five-Hamsterrad der Lohnarbeit und gehen nachts im Traum mit ihren To-do-Listen spazieren. Um diesen fiesen Stress, jenen, der uns krank macht, um den soll es hier aber nicht gehen.

Sondern den, der einen packt und schüttelt und antreibt, so, als hätte man wieder Treibstoff im Tank. Vielleicht kam einem unter der Dusche eine zündende Idee. Sie lässt einen aufgescheucht von Raum zu Raum tänzeln, weil man gar nicht weiß, wohin mit dieser ungeahnten Wucht an Energie.

Oder diese Aufregung vor einem Date oder einem Auftritt auf großer oder kleiner Bühne. Auch........

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