Erster Spielplatz gesperrt: Bezirk fehlen Millionen für Sanierungen
Die Instandhaltung der Spielplätze in Lichtenberg rückt nach der Sperrung der Anlage am Freiaplatz Mitte März weiter in den Fokus der Bezirkspolitik. Aus einer Antwort des Bezirksamts auf eine aktuelle schriftliche Anfrage geht hervor, dass sich aus durchschnittlichen Sanierungskosten von 400.000 bis 600.000 Euro pro Anlage und einem rechnerischen Bedarf von etwa neun Sanierungen im Jahr ein theoretischer Mittelbedarf von 4,5 Millionen Euro jährlich ableiten ließe.
Das Bezirksamt räumte jedoch ein, dass eine solche Summe weder haushälterisch noch personell umsetzbar sei. Den Berechnungen stehen reale bezirkliche Investitionsmittel von durchschnittlich rund 657.000 Euro pro Jahr gegenüber, die sich inklusive Fördermitteln auf rund 1,3 Millionen Euro belaufen.
Verschärft wird die Debatte in der Bezirksverordnetenversammlung durch sinkende Budgets im allgemeinen Unterhalt: Die Mittel für die Pflege und Instandhaltung der Grünflächen sanken von rund 2,4 Millionen Euro im Jahr 2025 auf etwa 1,9 Millionen Euro für 2026. Das Bezirksamt wies darauf hin, dass der bestehende Sanierungsstau bei ausbleibenden Investitionen zu weiteren Sperrungen führen könnte.
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