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1. FC Union Berlin schmeißt Trainer Steffen Baumgart raus!

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12.04.2026

Die 1:3-Niederlage beim 1. FC Heidenheim war zu viel. Der 1. FC Union Berlin hat sich mit sofortiger Wirkung von Trainer Steffen Baumgart getrennt. Das gab der Verein am späten Abend bekannt. Mit Baumgart verlassen auch dessen Co-Trainer Danilho de Souza und Kevin McKenna den Verein.

„Wir spielen bisher eine absolut enttäuschende Rückrunde und lassen uns vom Tabellenstand nicht blenden: Unsere Lage ist nach wie vor bedrohlich und wir benötigen dringend Punkte, um den Ligaverbleib zu sichern. Zwei Siege aus vierzehn Spielen seit der Winterpause und die gezeigten Leistungen in den letzten Wochen geben uns nicht die Überzeugung, dass uns eine Trendumkehr in der bisherigen Konstellation noch gelingt. Wir haben daher entschieden, jetzt noch einmal neu anzusetzen“, erklärte Manager Horst Heldt, der Baumgart vor knapp 16 Monaten als Nachfolger von Bo Svensson geholt hatte.

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Nach Startschwierigkeiten in der zweiten Halbserie der vergangenen Saison hatte Baumgart die Köpenicker letztlich doch noch souverän zum Klassenerhalt geführt. Zwischenzeitlich hatte Union acht Spiele hintereinander nicht verloren. Auch der Start in die laufende Saison glückte den Berlinern. Zum Auftakt bezwang Union den VfB Stuttgart (2:1), sorgte auch danach mit dem Remis gegen den FC Bayern (2:2) oder dem 3:1-Erfolg gegen RB Leipzig immer wieder positiv für Aufsehen.

Inzwischen befindet sich die Mannschaft aber in einer Abwärtsspirale. In diesem Kalenderjahr wurden nur die Spiele gegen Leverkusen (1:0) und in Freiburg (1:0) gewonnen. Demgegenüber standen immer wieder bittere Niederlagen, die nun in der Blamage beim Tabellenschlusslicht gipfelten.

In den abschließenden fünf Saisonspielen soll U19-Trainerin Marie-Louise Eta die Mannschaft zum Klassenerhalt führen. Eta, die im Sommer die Frauen-Mannschaft in der Bundesliga übernehmen wird, blickt trotz der sportlich angespannten Situation mit Vorfreude auf die Aufgabe: „Der Verbleib in der Bundesliga ist angesichts der Punkteabstände in der unteren Tabellenhälfte noch nicht gesichert. Ich freue mich, dass mir der Verein diese anspruchsvolle Aufgabe anvertraut. Eine Stärke von Union war und ist es, in solchen Situationen gemeinsam alle Kräfte zu bündeln. Und natürlich habe ich die Überzeugung, dass wir mit dem Team die entscheidenden Punkte holen.“

Am Sonnabend (15.30 Uhr) empfängt der 1. FC Union Berlin den Tabellenvorletzten VfL Wolfsburg zum Krisenduell in der Alten Försterei. Momentan haben die Eisernen sieben Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz, den der FC St. Pauli belegt.


© Berliner Zeitung