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1. FC Union Berlin: Rettungsmission mit Marie-Louise Eta, und dann?

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13.04.2026

Dort, wo für Steffen Baumgart als Trainer des 1. FC Union Berlin exakt 15 Monate vorher alles begonnen hatte, endete am Wochenende eine allzu kurze Ära. Auf dem Heidenheimer Schlossberg, dem beschaulichsten Standort, den die Fußball-Bundesliga je gesehen hat, hatte Baumgart am 11. Januar 2025 sein Debüt an der Seitenlinie der Köpenicker gegeben. Am Ende eines ernüchternden Nachmittags und mit einer 0:2-Niederlage im Gepäck hatte der gebürtige Rostocker spätestens auf der Rückreise nach Berlin feststellen müssen, dass es ein langer Weg bis zum Klassenerhalt werden würde. Den hatte Baumgart im Anschluss gemeinsam mit der Mannschaft zwar genauso bewältigt wie einen erfolgreichen Start in die laufende Saison, wirklich nachhaltig waren die vereinzelten Erfolgserlebnisse aber nicht.

Jetzt, auf der Zielgeraden der Saison 2025/26, wiederholte sich die Geschichte. Wieder Heidenheim, wieder der Schlossberg, wieder Trainerkollege und Kumpel Frank Schmidt auf der Gegenseite. Ein Gegner, der als Tabellenletzter 15 Spiele nicht gewonnen hatte und sich im Hintergrund schon seit einigen Wochen mit dem drohenden Abstieg befassen muss.

Demgegenüber die eigene Chance, mit einem Auswärtssieg endgültig einen Haken hinter das Saisonziel Klassenerhalt zu machen. Union verlor hochverdient mit 1:3. 13 Minuten vor Mitternacht verschickte der Verein am Sonnabend die Mitteilung, dass Steffen Baumgart vorzeitig freigestellt wurde. Der Verbleib in der Bundesliga sei in der bisherigen Konstellation arg in Gefahr.

Die Entlassung des 54-Jährigen ist eine Dokumentation dessen, dass im Berliner Südosten schon seit einiger Zeit sportlich ganz viel in eine ganz falsche Richtung läuft.

So reagieren die Fans auf das Baumgart-Aus beim 1. FC Union Berlin

Die erste Cheftrainerin in der Bundesliga: Marie-Louise Eta soll Union retten

Seit der Trennung vom langjährigen Erfolgstrainer Urs Fischer vor zweieinhalb Jahren ist der Verein nie richtig zur Ruhe gekommen. Nenad Bjelica beerbte den Schweizer seinerzeit an der Seitenlinie, erlebte das Saisonende aber schon nicht mehr als Union-Trainer.

Marco Grote und Marie-Louise Eta übernahmen die Geschicke für die letzten beiden Spieltage, verloren das so wichtige Kellerduell beim 1. FC Köln zwar nach Zwei-Tore-Führung mit 2:3, konnten nach einem 2:1-Sieg gegen den SC Freiburg am darauffolgenden Wochenende aber doch noch den Last-minute-Klassenverbleib bejubeln.

Eine längere Anstellung in der Bundesliga-Mannschaft wurde dem Duo danach nicht anvertraut.........

© Berliner Zeitung