Anschlag auf Berliner Netz: Der Strom fließt wieder und die Politik feiert sich für ihre mittelmäßige Leistung
Im Berliner Südwesten fließt der Strom wieder, großes Aufatmen nach fünf Tagen, in denen rund 50.000 Haushalte in eisiger Kälte ausharren mussten, ohne Heizung, ohne Licht und ohne ein zügig funktionierendes Krisenmanagement.
Die deutsche Hauptstadt war unvorbereitet auf eine Katastrophe dieser Größenordnung. Das waren fünf Tage, in denen Pflegeheime mit Notstromaggregaten versorgt werden mussten, Schulen geschlossen blieben und Menschen in Sporthallen übernachteten. Der längste Stromausfall seit dem Zweiten Weltkrieg.
Und was tut der Senat? Was die Berliner Politik? Sie klopft sich selbstzufrieden auf die eigene Schulter und lobt sich für ihre Mittelmäßigkeit. Die Innensenatorin Iris Spranger dankt den Berlinern für ihre „Besonnenheit, Geduld und gegenseitige Rücksichtnahme“. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner betont, dass die Wiederherstellung einen Tag früher als geplant gelungen sei – „möglich wurde das auch, weil wir die Großschadenslage ausgerufen haben“.
Aus dem Umfeld der Senatskanzlei heißt es, entscheidend sei gewesen, dass Wegner auf diese Ausrufung „gedrängt“ habe. Die immer so patent daherkommende Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey postet derweil auf Instagram stolz die Wiederinbetriebnahme des Heizwerks Wannsee, als sei das eine........
