Das brenzlige Gefühl in diesem Sommer
Das brenzlige Gefühl in diesem Sommer
In der anhaltenden Hitze drängen sich ungute Gedanken an die Zukunft auf. Dabei wäre die Essenz des menschlichen Vergnügens (fast) CO2-neutral.
Warten auf Regen: Wiese in der Gemeinde Opfikon.
Der Wind streicht durch die Kronen. Die Blätter hängen halb verdorrt an den Zweigen und rascheln. Das Gras unter meinen Füssen fühlt sich anders an als sonst. Nicht weich und kühl. Es ist wie Heu. Ich spiele Federball mit meinen Kindern. Und denke an die Zukunft.
Dabei will ich lieber nicht. Aber die Hitze ist so drängend, es ist schwer, den Sommerabend zu geniessen. Die Wetter-App zeigt in der Prognose noch immer keine Regenwolken.
Sieben Phasen der Klimaangst soll es geben. Eins: Vorahnung und Sorge. Zwei: Schock und Ungläubigkeit. Drei: Ärger und Abwehr. Vier: Frust und Resignation. Fünf: Abschied vom Alten und Trauer. Sechs: Akzeptanz und Offenheit für Veränderungen. Sieben: neues Wohlbefinden.
Phase drei haben wir hinter uns. Jedenfalls die meisten: Klimaleugner sind am Aussterben, Verwedler gibts noch einige. Wie die meisten dümple ich in der Phase vier herum: Frust und Resignation. In diesem Sommer aber drängt sich die Trauer auf, hier geht tatsächlich etwas zu Ende: Die Sicherheit, dass der Regen kommt, bevor es allzu schlimm wird.
Diese Sicherheit haben andere Länder schon länger........
